Gerade habe ich diesen Blogbeitrag von DynamicDrive (welcher auf diesem Artikel basiert) gelesen und mir zu dem Thema Kosten von Partnernetzwerken im Bereich des Affiliatemarketings Gedanken gemacht.
Die aktuelle Lage ist, dass die Merchants einen gewissen Prozentsatz (meist um die 30%) der gezahlten Provisionen zusätzlich an das Netzwerk als Nutzungsgebühr zahlen müssen. Kurz gesagt, bekommt ein Affiliate 10€ für einen generierten Lead, muss der Merchant 3€ Gebühr an das Netzwerk zahlen.
Auf den ersten Blick scheint dies fair zu sein, rechnet man das Ganze jedoch hoch, wird einem schnell die Unwirtschaftlichkeit deutlich. Was ist, wenn nun 100 Affiliates jeweils 100 Leads zu je 10€ im Monat erzeugen? 100.000€ Provisionen, sprich 30.000€ Geühren an das Netzwerk. Klingt hart oder? Ist es auch! Wie im Artikel von DynamicDrive beschrieben, lohnt sich in diesem Falle eine InHouse-Lösung mit eigenem Personal.
Wie könnten die Netzwerke auf eventuelle Abwanderungen seitens der Merchants reagieren?
Eine Lösung wäre eine Kosten-Staffelung in der Richtung:
ab 1000 Leads/Sales o. Ä. xx Euro monatlich
ab 10000 Leads/Sales o. Ä. xxx Euro monatlich
usw.
Ganz unabhängig von der Vergütungshöhe.
Die “Leistung” des Netzwerkes bleibt bei steigender Provision/Warenwert doch eh gleich. Warum müssen z. B. Shops, die statt 10% ganze 15% an die Affiliates zahlen, mehr an das Netzwerk abführen? Wo ist da der Mehrwert für den Shop und was leistet das Netzwerk, um diese höheren Betriebskosten zu rechtfertigen? Man könnte sagen, dass bei höherer Provision ja mehr Affiliates teilnehmen, aber das ist dann ja kein Verdienst des Netzwerkes, sondern ein positiver Effekt basierend auf der Kalkulation des Merchants/Shopbetreiber.
Generell finde ich die Netzwerke schon sinnvoll. Gerade, wenn ein neues Startup auf Kunden-/Usersuche geht oder sich ein Onlineshop in dieses Segment wagt. Man hat eine Plattform und kann ohne monatliche Gebühren oder hohen Investitionen nach und nach wachsen. Für die erwachsen gewordenen Partnerprogramme lohnt sich jedoch ein Auszug in ein eigenes System allemal…besonders, wenn ein Teil der 30% an die Affiliates der InHouse-Lösung wandert.
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